Das richtige Dunstabzugssystem für Wohnküchen

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Wenn man eine Dunstabzugshaube kauft, stellt sich nicht nur die Frage nach der Betriebsart, wie Abluft oder Umluft, ihrer Optik und Bauform (Einbau-, Wand-, Kopffrei-, Decken-, Inselhaube, Kochfeldabsaugung), sondern in erster Linie auch nach ihrer Performance, der Absaugleistung und Neutralisierung von Gerüchen – vor allem in einer neuen Lifestyle-Wohnküche. Die Planung des richtigen Lüftungssystems in klimaneutralen Gebäuden und Effizienzhäusern, sanierten Gebäuden oder in Neubauten nach Energiesparverordnung ist ein anderes großes Thema.


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Wohnen, Kochen und Essen verschmelzen immer mehr zu einer gemeinsamen Wohn-, Genuss- und Kommunikationslandschaft, wies es sich auch deutlich in der Architektur zeigt. Die Wahl des richtigen Lüftungssystems macht den Wohlfühlfaktor der Besitzer in ihrer Lifestyle-Wohnküche aus. Dabei sind einige Fragen zu klären: Sollen die abgesaugten Kochschwaden (der Wrasen) zusammen mit den Gerüchen und der Feuchtigkeit über ein Abluftkanalsystem nach draußen ins freie abgeleitet werden (Abluftbetrieb)? Hierzu ist ein Durchbruch in der Hauswand erforderlich und anstelle der entsorgten Luft muss der Wohnküche auch wieder neue, frische Luft zugeführt werden, damit kein unzulässiger Unterdruck entsteht.

Oder Umluftbetrieb? Dabei wird die Luft durch mehrere Filter geführt, von Fett und Gerüchen befreit und anschließend wieder der Wohnküche zugeführt. Die während des Kochens entstehende Feuchtigkeit wird nicht beseitigt, somit sollte bei der Entscheidung für Umluftbetrieb auch immer eine Möglichkeit zum zusätzlichen Lüften vorhanden sein, zum Beispiel durch eine Balkontür oder ein Fenster in Nähe des Kochfelds.

Abluft- oder Umluftbetriebe sind die beliebtesten Dunstabzugssysteme. Es gibt auch reine Umluftsysteme, ebenso einige Hybrid-Modelle, bei denen zwischen Umluftbetrieb und Abluftbetrieb gewechselt werden kann, um die Vorzüge beider Betriebsarten zu nutzen: im Winter Umluftbetrieb, damit die gereinigte, warme Raumluft in der Wohnküche verbleibt, und im Sommer oder bei sehr geruchsintensiven Kochprozessen den Abluftbetrieb.

Abhängig von den Parametern ist, wie effizient eine Haube die Kochschwaden absaugt und von Fett und Gerüchen reinigt: ihrer Größe und Absaugleistung (Lüfter- bzw. Luftleistung in m³/h) im Verhältnis zur Grundfläche der neuen Wohnküche; wie oft und intensiv gekocht wird, vor allem jedoch von der Positionierung und Bauform der Haube; auch von der Qualität der ihrer Filter (Metallfilter, Aktivkohlefilter) und deren regelmäßiger, wie vom jeweiligen Hersteller empfohlener Reinigung. So kann beispielsweise der Aktivkohlefilter einer Umlufthaube mehrfach generiert werden, doch irgendwann ist ein Austausch fällig.

Bei Kochfeldabzügen, welche oft auch Muldenlüfter oder Tischlüfter genannt werden, sowie den stark im Trend liegenden Induktionskochfeldern mit integriertem Dunstabzug werden die Kochschwaden entgegen den physikalischen Gesetzen nach unten abgesaugt. Deshalb weisen diese Systeme eine deutlich höhere Lüfterleistung nötig als bei anderen Haubarten. Damit auch bei Verwendung von hohen Töpfen der Wasen vollständig erfasst wird, gibt es zum Beispiel Silikontopfringe in verschiedenen Größen, die die Absaugleistung einer Muldenlüftung optimieren können. Bei der Wahl eines Downdraftsystems im Umluftbetrieb empfiehlt sich der Einbau eines zusätzlichen, geschlossenen Luftkanalsystems im Küchenunterschrank, das die gefilterte Luft gezielt aus dem Sockelbereich herausführt und so Feuchteschäden an Möbeln, Wand- oder Bodenbelägen vorbeugt.

In Zeiten von Energieeinsparung, Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und Klimaschutz denken viele Konsumenten auch darüber nach, welches Lüftungssystem am besten für besonders klimaneutrale Gebäude und Effizienzhäuser geeignet ist, bestehende und sanierte Gebäude oder Neubauten nach Energiesparverordnung.

Grundsätzlich sind in energieeffizienten Gebäuden Dunstabzugssysteme sowohl im Umluft- als auch im Abluftbetrieb möglich. Welche Betriebsart im Einzelfall besser geeignet ist, hängt im Wesentlichen sowohl von den baulichen Randbedingungen als auch vom Nutzerverhalten selbst ab. Quelle: AMK