„Nicht jede Firma kriegt das und das ist eine Qualitätsauszeichnung. Und für uns war es insofern erfreulich, dass eine einheimische Firma diese bekommen hat...“ – Johann Urschler
Josef Zügner, Xaver Haas und Wirtschaftsminister Dr. Martin Bartenstein bei der Verleihung des Bundeswappens.

Ein Adler für Haas

Katharina Haas ist im Dienstwagen in Österreich unterwegs, als sie auf einmal überholt wird. „Polizei, bitte folgen,“ blinkt vor ihr auf. Die Geschäftsführerin der Haas Gruppe fragt sich kurz, ob einer ihrer Scheinwerfer kaputt ist. Aber der Polizist hat ein ganz anderes Anliegen: „Die Zulassung, das kann doch nicht stimmen.“ meint er, als er an sie herantritt und auf das Haas-Logo am Auto deutet. „Haas ist eine österreichische Firma, das weiß ich ganz genau. Und sie fahren hier mit einem deutschen Kennzeichen herum!“ Das Missverständnis ist schnell aufgeklärt, Katharina Haas erinnert sich heute schmunzelnd an die Episode zurück. Und sie versteht auch, wie es entstanden ist: „Wir sind eben auch in Österreich zuhause,“ erklärt sie mit einem gewissen Stolz.

Gesellschafterin Katharina Haas.

In seiner zweiten Heimat engagiert sich Haas auch als Sponsor, hier mit der Kinderfußballmannschaft von Großwilfersdorf.

Schon 1982 macht Haas einen dauerhaften Schritt in die Alpenrepublik. Während sich Kunden in Grenznähe auch gut aus dem heimischen Falkenberg beliefern lassen, geht es beim Aufbau einer neuen Niederlassung bis ans andere Ende des Landes: In Großwilfersdorf in der Steiermark etabliert Haas einen neuen Standort – und das eben so nachhaltig, dass manche Einheimische Haas für einen österreichischen Betrieb halten.

Seit 2003 darf sich das Unternehmen dazu passend mit einem staatlichen Gütesiegel schmücken: Dem Bundesadler der Republik Österreich „für besondere wirtschaftliche Leistungen”. „Wir haben erst das Landeswappen und dann 2003 das Bundeswappen erhalten“, erinnert sich Prokurist Josef Zügner, der von Anfang an bei Haas in Österreich im Boot sitzt. „Mit diesem Bundeswappen hat der Kunde die Sicherheit, dass er von einem Unternehmen bedient wird, das alle Vorschriften dieses Bundeswappens einhält und auch entsprechend versorgt wird.“ In der Region ist Haas so längst zu einem Zugpferd geworden. Seit 2003 arbeiten mehr Menschen für den Fertighaus-Bauer als im Tourismus. Der Großwilfersdorfer Bürgermeister Johann Urschler freut sich dementsprechend über die breite Anerkennung für Haas: „Das ist eine hohe Auszeichnung, die selten vergeben wird. Für uns ist es erfreulich, dass ein heimisches Unternehmen diese Auszeichnung bekommen hat.“

Seit 2003 ist Haas in Österreich stolzer Träger des Bundesadlers.

Robert Frischer und Stefan Theissl, die Geschäftsführung der Haas Fertigbau GmbH, Großwilferdorf Österreich.

Und für Katharina Haas ist klar, dass der Erfolg auch im – nicht ganz so fernen – Ausland kein Zufall ist: „Wer seine Kunden kennt, kann auf ihre Bedürfnisse reagieren.“ Und Haas kennt seine Kunden – zuhause in Bayern genauso wie zuhause in der Steiermark. Noch Heute steht die Kundenorientierung unter der Geschäftsführung der österreichischen Tochter an erster Stelle steht und vor Ort gelebt.